„Erste Hilfe“ mit QR-Codes und Lernvideos

Jetzt nach den Sommerferien haben wir Lehrer gefühlt immer dasselbe Problem: die SuS haben relativ viele Dinge nicht mehr parat und sie müssen nochmal aufgearbeitet werden.

Aus diesem Grund wurden in unserer Schule vor ein paar Jahren die 1. Hilfe-Mappen eingeführt. Das sind einfache, weiße Hefter, in denen die SuS Merkblätter, Hilfsmittel (wie Umrechnungstabellen, 1×1 Tafeln, Stellenwerttafeln …) und anderes Material zu unterschiedlichen Themen aufbewahren können. Diese Mappen durchlaufen dann gemeinsam mit den SuS die unterschiedlichen Klassen. Bei Bedarf kann das Material ergänzt, ersetzt oder entfernt werden. Vorteil: Die SuS haben immer entsprechendes Material an der Hand, um Themen noch einmal (selbstständig) zu wiederholen.

Erste Hilfe mit QR-Codes

Einen Sachverhalt wie z.B. das Addieren von Brüchen prägnant in kurzen Sätzen darzustellen ist meistens gar nicht so einfach. Daher arbeite ich seit längerem mit QR-Codes und Lernvideos. Diese erstelle ich entwerder selbst (z.B. mit explain everything) oder ich verlinke Videos anderer KollegInnen auf YouTube.

Aktuell wiederholen wir schriftliche Multiplikation und Division. Hier (und auch bei anderen Themen) kann ich den YouTube Kanal von Lehrerschmidt (KLICK) sehr empfehlen!

Grüße Philipp

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Sketchnotes im Unterricht einsetzen

Ich hab vor Kurzem Sketchnotes für mich entdeckt und bin total begeistert davon! Hiermit können einfache oder auch komplexere Sachverhalte auf anschauliche Art und Weise dargestellt werden, also sehr sinnvoll für die Schule. Die Sketchnotes sind eine Mischung aus Bildern, Texten und Strukturen.

Man kann sie im Unterricht vielfältig einsetzen:

  • eigene Symbole (z.B. für Partnerarbeit o.Ä. …)
  • Grafiken zum Beschriften …
  • Anleitungen/ Erklärungen von Sacherhalten
  • Darstellung linearer/ nicht-linearer Prozesse
  • Unterrichtsskizzen/ Stundenverläufe optisch darstellen
  • Listen/ To-Do-Listen erstellen

Aber keine Sorge: Man muss hierfür nicht wirklich gut zeichnen können (ich kann definitiv nicht sonderlich gut zeichnen!), man kann das recht einfach lernen.

Auf dieser Seite finden sich allgemein Informationen zu Sketchnotes, aber auch einfache Anleitungen, wie man selbst welche erstellen kann:

http://pb21.de/2013/04/lehren-und-lernen-mit-sketchnotes-2-how-to/

Hier noch ein paar Beispiele meiner ersten Sketchnotes:

Für die Erstellung benötigt man einen Stylus und eine enstprechende App. Ich verwende hierfür das iPad Pro mit dem Apple Pencil und der App GoodNotes. Andere Ausstattung funktioniert aber selbstverständlich auch 🙂

LG Philipp

 

 

 

Digitales Zeugnis für den Lehrer

Evaluation des Lehrers ist ein häufig diskutiertes Thema, dessen Sinn und Unsinn ich an dieser Stelle nicht vertiefen möchte 🙂

Ich persönlich halte die Rückmeldung meiner SuS für sehr wichtig und pflege daher eine regelmäßige und konstruktive Feedback- und Gesprächskultur. Am Ende des Schuljahres erhebe ich zudem für mich und das nächste SJ relevante Bereiche:

  • Unterricht
  • Soziales (Wohlbefinden in der Klasse …)
  • Lehrperson
  • Classcraft
  • flipped classroom/ Lernvideos
  • Änderungsvorschläge.

In den letzten Jahren habe ich das immer mit Papier-Fragebögen durchgeführt und dachte mir, eine digitale Variante mit Auswertungsmöglichkeit wäre doch auch ganz nett.

Hierfür verwende ich die App Socrative (iOS, Android!). Die Fragen können entweder über die App SocrativeTeacher oder im Internet  unter www.socrative.com eingegeben werden. Voraussetzung ist die Erstellung eines kostenlosen Kontos.

Man kann hier unterschiedliche Antwortmöglichkeiten wie Multiple-Choice, wahr-falsch oder Textantworten einfügen. Sobald das Quiz gestartet wurde, können die SuS in der App Socrative Student (iOS, Android) über die Eingabe eines Codes teilnehmen. Der Lehrer hat die Möglichkeit, den Fortschritt der Antworten live zu verfolgen und sich Statistiken zu den unterschiedlichen Fragen einblenden zu lassen. Selbstverständlich kann das Ganze anonymisiert durchgeführt werden.

Das fertige Quiz lässt sich anschließend auch mühelos ins Excel-Format exportieren, was die Auswertung nochmal vereinfacht.

 

LG Philipp

 

 

Worksheet Crafter: Arbeitsblätter erstellen und (am iPad bearbeiten)

Der Worksheet Crafter (ehemals Arbeitsblattprofi) ist ein PC-Programm zum Gestalten von Arbeitsblättern in den Fächern Mathematik und Deutsch, hauptsächlich für den Grundschulbereich.

Mehrwert

  • Einfaches Formatieren des Arbeitsblattes: Objekte können reingezogen und beliebig verschoben werden, keine Zeilen oder Absätze zu berücksichtigen.
  • Arbeitsblätter können als PDF Dateien exportiert werden
  • Mathematik: Vorlagen für unterschiedliche Aufgabentypen (Zahlenmauern, Zahlenhäuser …), Aufgabengenerator, Formeln und Brüche können eingefügt werden
  • Deutsch: Liniaturen für Klasse 1-4, fertige Sachtexte und ein Wörterbuch vorhanden
  • umfangreiche Clipart-Sammlung vorhanden
  • Umfangreiche Online-Tauschbörse mit Materialien von Kollegen
  • Übungen können mit der App „Worksheet Go!“ auf dem iPad digital bearbeitet werden, Schüler erhalten hier eine direkte Rückmeldung

Arbeitsblätter auf dem iPad bearbeiten

Seite kurzem gibt es auch die Möglichkeit die erstellen Arbeitsblätter mit dem iPad zu bearbeiten. Hierzu benötigt man die kostenlose App Worksheet Go.

Auf dem YouTube Kanal „TheSchoolCrafters“ findet man weitere Tutorials zu allen Funktionen des Worksheet Crafter, was den Einstieg sehr erleichtert!

Grüße Philipp

Update: eBooks mit dem Book Creator online veröffenltichen

Seit der neusten Version hat man beim Book Creator die Möglichkeit, die erstellen eBooks direkt online zu erstellen:

Das Online-eBook verfügt ebenfalls über Anmiationen (z.B. umblättern) und kann alle Inhalte abspielen (Audio, Video …).

Vorsichtig sollte man nur mit schülerbezogenen Daten sein.

Grüße Philipp

Padlet als „online ressource box“

Über den Classcraft-Blog bin ich auf die Kollegin Jade Choung aufmerksam geworden, die Padlet als „online ressource box“ in ihren Unterricht einbindet.

Padlet ist eine Online-Pinnwand, die man übers Internet kooperativ gestalten kann. Man kann sie aber auch nutzen, um Unterrichtsinhalte zu sammeln und für Schüler  zugänglich zu machen. Man hat die Möglichkeit mit wenigen Klicks Schrift, Links, Videos und andere Datein einzufügen. Die fertige Pinnwand kann entweder privat (nur ich und eingeladene Benutzer), passwortgeschützt, geheim (nur wer den Link kennt, kann darauf zugreifen) oder öffentlich teilen. Zudem kann man Berechtigungen setzen (z.B. nur lesen können).

Einsatz im Unterricht

Ich nutze diese „online ressource box“, um die behandelten Inhalte (zu einem bestimmten Thema für meine Schüler zu sammeln. Jeder kann zu jeder Zeit auf diese Pinnwand zugreifen, um sich mit bestimmten Aspekten nochmal einmal auseinanderzusetzen. Die Schüler haben keine Bearbeitungsrechte, können sich die Inhalte also nur ansehen und Dateien downloaden.

Hierfür haben wir einen QR-Code im Klassenzimmer aufgehängt, über den die Schüler mit dem iPad auf Padlet zugreifen können.

Mögliche Inhalte

  • Lernvideos (via YouTube)
  • Aufgaben aus dem Schulbuch
  • Online-Übungen (Learning-Apps)
  • oder Arbeitsblätter (als PDF)

Erweiterung

Wie bereits erwähnt, ist Padlet eigentlich ein Tool zum kooperativen Arbeiten. Mit den passenden Berechtigungen können Schüler sich ihre Pinnwand auch gemeinsam zusammenstellen und bearbeiten.

Padlet kann entweder über den Browser oder über die zugehörige App (iOS / Android) verwendet werden. Zum Zugang benötigen die Schüler aber lediglich den Link bzw. einen QR-Code Reader zum Auslesen des QR-Codes.

Grüße Philipp

 

Flipped Classroom meets Classcraft

Im letzten Post hatte ich ja bereits allgemein zum Thema „flipped classroom“ geschrieben. Aber wie kann ich das konkret in meinem Unterricht einsetzen? Da wir Classcraft im Unterricht einsetzen und die dazugehörige App über die Möglichkeit verfügt Unterrichtsinhalte einzuplegen, habe ich folgendes Szenario entwickelt:

  1. Lernvideo zum Thema erstellt, auf YouTube geladen.
  2. Lernvideo und Arbeitsanweisungen in Classcraft eingefplegt.
  3. Arbeitsmaterial hochgeladen (Übungsblätter, LearningApp zum Thema)
  4. kurze Einführung der Methode mit den Schülern (im Plenum)
  5. Selbstständige Arbeitsphase kombiniert mit kooperativer Lernform
    1. Think: Lernvideo ansehen + erstes Übungsblatt erledigen und im Heft verschriftlichen
    2. Pair: weiteres Übungsblatt mit Partner bearbeiten, ggfs. Lernvideo nochmals ansehen
    3. Share: Methode „aktives Plenum“ (> Vortrag Dr. Christian Spannagel), Schüler bearbeiten kooperativ weitere Aufgaben zum Thema, Lehrer nur als Lernbegleiter dabei.
  6. Vertiefung des Gelernten: z.B. durch Wochenplanarbeit, Lernspiele, LearningApps … (aktiver Part für den Lehrer)
Unterrichtsinhalte in der Classcraft App

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schüler haben jederzeit die Möglichkeit sich das Lernvideo nochmals anzusehen (z.B. auch über Links auf den PDF-Arbeitsblättern). Das Erledigen der Aufgaben ist natürlich mit den Belohnungen in Classcraft gekoppelt und soll zusätzliche Motivation schaffen.

Um der eigentlichen Methode noch gerechter werden zukönnen, soll künftig ausprobiert werden, ob die Schüler auch in der Lage sind, die Input-Phase vollständig zuhause zu durchlaufen, damit wir in der Schule direkt in die Übungs- und Vertiefungsphase gehen können.

Viele Grüße Philipp