VocalRecall eingestellt – Ersatz in Sicht

Aus aktuellem Anlass ein kuzer Blogpost: Vor kurzem habe ich hier ausführlich die App VocalRecall vorgestellt, mit deren Hilfe man auf einfachem Wege Audiokommentare aufzeichnen und direkt mit QR-Codes verknüpfen kann.

Die Tage fand ich auf Twitter die Nachricht vom Entwickler, dass aufgrund interner Streitigkeiten der Partner, die Server und die bisher aufgezeicheten Inhalte stillgelegt wurden. VocalRecall ist somit nicht mehr nutzbar!

Quelle: https://twitter.com/vocalrecallapp

Laut eigener Aussage soll es bald die App ClassQR als Ersatz geben, die auf die gleiche Weise funktionieren soll.

Meinen Blogpost zu VocalRecall habe ich erstmal deaktiviert. ClassQR werde ich ausprobieren und wieder darüber schreiben.

LG Philipp

 

Advertisements

App-Grundausstattung auf dem Lehrer-Tablet

Wenn man sich als Lehrer dazu entschlossen hat, ein Tablet im Unterricht zu nutzen, stehen am Anfang meisten solche Fragen:

„Was fang ich mit dem Ding denn jetzt eigentlich an? 

Welche Apps sollte ich mir zulegen? “

Diese lassen sich Gott sei Dank nicht pauschal beantworten! Um ambitionierten KuK aber eine kleine Hilfestellung anzubieten haben wir im #twitterlehrerzimmer an einer Appliste gearbeitet, die eine mögliche Grundausstattung an Apps für den Schulbetrieb abbilden soll (natürlich kein Anspruch auf Vollständigkleit 😉 ).

Hier finden sich Apps (iOS/Android) aus unterschiedlichen Themenbereichen. Wir haben alle mit einer kleinen Beschreibung, den aktuellen Preisen und entsprechenden Links & QR-Codes versehen.

Die Liste wird ständig erweitert und es kann sich jeder gerne daran beteiligen!

https://docs.google.com/document/d/1b6F1qhj42bPN5gbAk4rwyyW0yqMEKHb6zFbcr3a-_jU/edit

Erklärvideos mit dem iPad erstellen — Blog: LernSachen

Lernvideos mit dem iPad zu erstellen ist mittlerweile fester Bestandteil meines Unterrichts! Ich setzte sie zum Beispiel beim flipped classroom ein oder verwende sie individuell bei unterschiedlichen Schülern oder ein bestimmten Unterrichtsphasen.

Solche Videos zu erstellen ist mit dem iPad mittlerweile kein Hexenwerk mehr, sondern kann (natürlich abhängig vom eigenen Anspruch) auch mit recht einfachen Mitteln umgesetzt werden.

Der Kollege Thomas Moch hat auf seinem Blog Lernsachen hierzu einen sehr übersichtlichen Artikel gepostet, wie man solche Videos ganz einfach selbst erstellen kann!

Link zum Blog

Wenn man sich momentan mit „digitaler Bildung“ beschäftigt, dann kommt man um das Thema „Erklärvideos“ nicht herum. Sei es in Konzepten, wie „Flipped Classroom“ oder als motivotionaler Input im eigenen Unterricht: Solche kurzen audiovisuellen Sequenzen können den Schulalltag bereichern. Es gibt bereits einige kommerzielle Anbieter, als auch engagierte Lehrer, die solche Filme produzieren. Und doch […]

über Erklärvideos mit dem iPad erstellen — LernSachen

digitale Placemat #kooperatives Lernen

Da ich bisher viele positive Erfahrungen beim Einsatz kooperativer Lernformen sammeln konnte, habe ich mir überlegt, wie man dies auch in digitaler Form im Unterricht umsetzen könnte – Exemplarisch beim Beispiel der Placemat-Methode:

Kooperative Lernformen – kurz und knapp

Bei kooperativen Lernformen folgt man dem THINK-PAIR-SHARE-Dreischritt: In der Think-Phase erarbeiten die SuS das Thema zunächst alleine, in der Pair-Phase arbeiten sie dann kooperativ mit einem Partner/einer Partnerin (z.B. nach Zufallsprinzip, positives Abhängigkeitsverhältnis der Aufgaben sinnvoll), um die Ergebnisse letztlich in der Share-Phase vor der Klasse vorzustellen.

Placemat – analog

Im Prinzip handelt es sich um ein Blatt im Querformat, dass in vier gleich große Felder eingeteilt ist, in der Mitte findet befindet sich ein zusätzliches Feld. Zunächst bearbeiten die SuS  das Thema für sich (Think) und halten ihre Ergebnisse stichwortartig in ihrem jeweiligen Feld fest. Man kann von allen Seiten gleichzeitig auf das Blatt schreiben. Hinterher erfolgt ein Abgleich durch Austausch mit den anderen Teammitgliedern (Pair) und die Ergebnisse werden ergänzt und verbessert in das mittlere Feld eingetragen. Zum Schluss kann jede Gruppe ihr Ergebnis innerhalb der Klasse vorstellen (Share).

Placemat – digital

1. Placemat mit QR-Codes

Streng genommen wird hier nicht die gesamte Placemat digitalisiert, die Inhalte zur Erarbeitung (Think) werden aber via. QR-Codes auf der klassischen Papier-Placemat eingefügt. So kann jeder SuS über den Scan des Codes den entsprechenden Inhalt erarbeiten (z.B. über eine LearningApp, einen LearningSnack, ein YouTube Video, Texte auf Internetseiten …). Wenn man das Ganze noch weitertreiben möchte, kann man über einen QR-Code im Ergebnisfeld ein ZUMPad oder eine nicht-öffentliche Padlet-Pinnwand einfügen, damit die SuS ihre Ergebnisse kollaborativ und digital zusammentragen können, sogar über die eigene Gruppe hinaus.

2. Kollaboratives Bearbeiten mit BaiBoard3

Mit der App BaiBoard3 (iOS) können SuS kollaborativ und in Echtzeit miteiander arbeiten. Was auf einem Display geschrieben wird, ist auf dem anderen Device direkt zu sehen. Man muss lediglich eine Placemat-Vorlage in den Hintergrund der Seite legen, dann können die SuS die inhalte digital miteinander bearbeiten. TIPP: die Hintergrundgrafik kann man schützen, damit die SuS das Layout nicht verschieben oder löschen können.

Ich konnte damit bisher sehr gute Erfahrunen im Unterricht in unterschiedlichen Klassenstufen sammeln und es ist für mich eine schöne Ergänzung zur Papierform! Natürlich müssen die technischen Voraussetzungen im Klassenzimmer gegeben sein (eigene Smartphones oder Schul-Devices zum Scannen der QR-Codes, ggfs. WLAN, Beamer).

Grüße Philipp

Green Screen – in ganz einfach!

Meine ersten Green Screen Projekte mit SuS waren sehr aufwendig! Man benötigte eine ordentliche (teure) Filmschnittsoftware und die Nachbearbeitung blieb meistens an einem selbst kleben…

Auf dem iPad lassen sich solche Projekte deutlich einfacher realisieren und können vollständig von den SuS geplant, aufgenommen und bearbeitet werden. Hierzu verwende ich die App Green Screen (iOS).

Optisch erinnert die App an Filmschnittprogramme, das Prinzip ist auch ähnlich: Videos oder Bilder können auf 3 Ebenen abgelegt werden und verlängert oder gekürzt werden.

Einfach ein grünes Tuch kaufen, irgendwo aufhängen, für gute Lichtverhältnisse sorgen und losfilmen.

Einsatzmöglichkeiten in der Schule

  • Erklärvideos: in/auf/über/vor einer bestimmten Sache stehen und erklären
  • Nachrichtensendung: z.B. Wettervorhersage, Nachrichtenfenster (grünes Tuch kleiner schneiden)
  • Effekte für Schulfilme: z.B. bestimmte Orte/ Sehenswürdigkeiten in den Hintergrund …
  • Storytelling: eigene Geschichten erfinden und szenisch umsetzen

Tipps zur Umsetzung

  • Tuch möglichst faltenfrei, bestensfalls Aufhängung/ Halterung verwenden
  • gute Beleuchtung, grün darf nicht zu stark ausbleichen
  • Kleidung farblich passend (kein grün/ gelb 😉 )
  • Stativ! z.B. iPad Halterung auf Mikrofonstativ (K&M Halterung)
  • Szene/ Film mit SuS gemeinsam erarbeiten (z.B. über ein Storyboard)
  • Filmschnitt am iPad z.B. mit iMovie erarbeiten, damit SuS Film selbstständig fertigstellen können.

Natürlich gibt es vergleichbare Apps auch für Android, ich habe bisher aber nur mit iOS Projekte umgesetzt.

LG Philipp

App: iOS | Kosten: 3,49 €

 

das iPad als Lehrertool

iPads (oder Tablets im Allgemeinen) bieten nicht nur für SuS viele Möglichkeiten, sondern können auch als reines Lehrertool sehr vielfältig eingesetzt werden (natürlich abhängig von der jeweiligen technischen Infrastruktur der Schule).

Hier eine Sammlung von Ideen, wie man das iPad als LehrerIn sinnvoll einsetzen kann:

  • Kommunikation: Austausch mit Kollegen, Eltern … > z.B. Mail, Nachrichten, facetime, Skype, Telegram usw.
  • Dateiverwaltung: Synchronisieren, Verwalten, Daten offline zur Verfügung stellen und teilen/ exportieren > z.B. Apple Dateien, Documents5, PDF Expert (am besten mit einer Schulcloud/ über den Schulserver zwecks Datenschutz)
  • Dokumente scannen: mit Kamera abfotografieren, als PDF speichern oder teilen > z.B. CamScanner, Apple Notizen
  • TimeTimer: Visualisieren von Zeitspannen > z.B. VisualTimer, Time Timer, Timer in der Uhren-App
  • Lärmampel: Lautstärke messen, farbliches und akustisches Signal, Lautstärke anpassebar, auf Tische stellen oder per Beamer übertragen > z.B. Lärmampel Merlin, Lärmampel für Schulen
  • Akustische Signale: Reduktion des eigenen Verbalanteils, evtl. Ritualisierung, viele unterschiedliche Apps vorhanden > z.B. iHorn, Bell, Klangschale 😉
  • Zufallsereignisse: gerechte/zufällige Einteilung von Teams/ Gruppen, zufällige Auswahl von SuS, Transparenz für SuS > z.B. Team Shake, Decide Now
  • MindMapping: Inhalte/ Ideen strukturiert visuell darstellen, viele unterschiedliche Apps vorhanden > z.B. Popplet
  • Notenverwaltung: Verschlüsselung wichtig, auf Datenschutz achten (Standort Server, keine Snychro übers Internet …) > mein Favorit: TeacherTool5, dazugehöriges Dekstop Programm erscheint in Kürze
  • iPads der SuS steuern: mit Apple Classroo: Apps vorführen, Websuchen demonstrieren, Bildschirme sperren …> Classroom
  • Dokumentenkamera: iPad mit Beamer verbinden (Kabel, AirPlay), geeignete Halterung (z.B. Belkin Tablet Stage), Fokus fixieren
  • Digitales Whitebaord: iPad mit Beamer verbinden (Kabel, AirPlay), geeignete Halterung (z.B. Belkin Tablet Stage) und passende Whiteboard App > z.B. doceri interactive whiteboard, GoodNotes
  • Notizen erstellen: Apple Notizen, handschriftliche Notizen/ Zeichnungen/ Bilder einfügen/ Dokumente scannen möglich
  • Unterrichtsmaterialen erstellen: ausführliche Darstellung sprengt hier den Rahmen > z.B. Stationenlernen, „klassische“ Lernapps, Quiz/ Wissensabfragen, …
  • Schulfilme/ Dokumentationen erstellen: z.B. Feste & Feiern abfilmen und mit geeigner App schneiden > z.B. iMovie, Spark Video, Clips, Quik GoPro

Die Liste ließe sich sicherlich noch lange fortsetzen 😉 Ergänzungen & Anregungen gerne in die Kommentare, entwickle das ständig weiter!

LG Philipp

 

Augmented Reality (AR) – erste Ideen zum Einsatz im Unterricht

Mit iOS11 legt Apple einen Schwerpunkt auf Augmented Reality (erweiterte Realität). Mit dem Apple ARKit können Programmierer nun deutlich einfacher eigene AR-Apps bauen. Wir dürfen also gespannt sein, was uns in den nächsten Monaten erwartet! Vor allem für den Einsatz in der Schule bietet die erweiterte Realität eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten!

Auch wenn viele AR-Anwendungen bisher eher Spielereien sind, so lässt sich die Technik dennoch schon sehr gut im Unterricht einsetzen. Hier ein paar ausgewählte Beispiele:

Einblick in den menschlichen Körper – curiscope virtuali-tee

Quelle: Curiscope

Seit kurzem setze ich das Virtuali-Tee von curiscope im Unterricht ein. Das ist ein „digitales T-Shirt“. Das Muster auf der Vorderseite dient als Referenz für die dazugehörige und kostenlose App (iOS/ Android).

 

Mit diesem Shirt kann man einen Blick in den menschlichen Körper werfen:

  • Unterschiedliche Organsysteme interaktiv kennenlernen (Ein- und Ausblenden möglich)
  • Erklärungen und Informationen zu Organen (auf Englisch)
  • Virtual Reality: 360° Ansichten (z.B. Blutbahn, Lunge, Darm …)

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht: z.B. zu Demonstrationszecken (Lehrer + Freiwillige/r), Visualisierung in Kleingruppen + Aufgabenstellungen (z.B. Herzschläge zählen, Informationen aus Erklärungen entnehmen), Stationenarbeit (einzelne Station mit gezielter Fragestellung zu etwas).

Homepage│Kosten: 28,36€ │ App iOS│App Android

Menschlicher Körper zum Leben erweckt – App anatomy 4D

Quelle: http://anatomy4d.daqri.com/

In der kostenlosen App werden zwei fertige Arbeitsblätter mitgeliefert (Englisch), mit denen man entweder unterschiedliche Organsysteme oder speziell das menschliche Herz entdecken kann. Verschiedene Bestandteile können nach Belieben ein- und ausgeblendet werden.

Hierüber habe ich bereits einen Post verfasst: KLICK

Homepage│Kosten: gratis│ App iOS│App Android

Interaktives Themenheft für die Schule – Areeka „Licht & Wasser“

Das Themenheft ist zwar inhaltlich noch nicht sehr umfangreich, zeigt aber sehr gut, wie AR künftig in Schulbüchern eingesetzt werden könnte.

Zu den unterschiedlichen Themen wie z.B. Mondphasen, Sonnenfinsternis, Brechung von Licht, Eigenschaften von Wasser … gibt es jeweils einen einfachen Sachtext, ein Quiz, Links zu weiterführenden Informationen und natürlich eine AR-Animation oder ein eingebundenes Lernvideo!

Homepage│Kosten: 15€│ App iOS│App Android

Geometrische Körper entdecken mit GeoGebra AR

GeoGebra wird an der Förderschule meines Wissens nach eher selten eingesetzt. Um geometrische Körper zu entdecken eigenen sich natürlich konkrete Materialien und Körper sehr gut, um beispielsweise Ecken und Kanten zu zählen oder die Form eines Körpers haptisch zu erfahren. Wer hier noch nach einer digitalen Erweiterung sucht, der wird bei GeoGebra AR fündig.

Hier können unterschiedliche Körper eingeblendet und von allen Seiten genau untersucht werden. Man kann das auch mit konkreten Arbeitsaufträgen verbinden(Ecken & Kanten zählen, von bestimmten Körpern Screenshots machen …).

Kosten: gratis€│ App iOS

Bin gespannt, was uns in der Zukunft im AR-Bereich noch erwartet, ich halte auf jeden Fall die Augen offen und werde meine Erfahrungen hier posten 🙂
LG Philipp